Es ist nun der dritte Saugroboter in unserem ca. 80m2 Wohn-/Bürobereich - der erste mit dem wir voll und ganz zufrieden sind.
In Kürze die Vorgeschichte:
Der erste Saugroboter war ein Intelligenzbolzen, der vor dem eigentlichen Geschäft in die Mitte des Raumes fuhr und per Laser den Raum vermessen hat. So konnte man ihm durchaus einen gewissen Sachverstand bei der Arbeit unterstellen. Ausgestattet mit nur einer Seitenbürste und einer großen mittigen Bürstenwalze vor dem eigentlich Saug-"Loch" war dies ein großer Nachteil - wie wir erst jetzt erfahren durften. Die Saugleistung war ok - größtes Manko war jedoch die Bauhöhe, weswegen wir zum einen Tischbeine erhöhen mussten, damit der Roboter nicht unter der Querverstrebung der Tischbeine stecken blieb. Gleiches mit einem Holzschrank, bei dem wir 1,5 cm absägen mussten, damit er dort nicht stecken blieb. Sensoren hatte er ohne Ende, nur konnten diese eben gerade Hindernisse, die knapp über dem Gehäuse hängen nicht erkennen.
Nach Akku-Ableben, dann mal ein Versuch mit einem Billigsauger. Der eigentlich gar nichts konnte, ausser Lärm machen. Eine Seitenbürste, eine große Bürstenwalze, kaum Saugleistung. Im Endeffekt hat dieser die Walzenbürste dazu benutzt den Dreck in das Staubfach zu hiefen.
Entleeren dementsprechend bei beiden Modellen ein Staubwolken-Tornado, denn der Staub war aufgrund der schwachen Saugleistung nicht komprimiert genug.
All diesem setzte der Philips SmartPro Easy eine Ende und gleichzeitig den Anfang echten Saugroboter-Vergnügens. Warum?:
- eckige Bauweise - statt rund (Achtung - es gibt auch Namensvettern in runder Bauweise!)
Dadurch kommt er auch in die Ecken, denn dort versammeln sich bekanntlich die meisten Staubmonster.
- Zwei Aussenbürsten (links und rechts), die dazu auch noch sehr lang sind
Schon beim ersten Durchgang nimmt er schon mit, was Sauger mit nur einer Bürste erst erreichen, wenn sie zufällig mal in der Gegenrichtung an der selben Ecke vorbeikommen. Die länge der Borsten schafft etwas, wovon wir noch nicht mal zu träumen wagten: Türschlitze, Tisch- und Stuhlbeine werden wunderbar "ausgekratzt". Das sowas möglich ist, hätten wir nicht gedacht.
- keine mittlere Bürstenwalze:
Nach unserer Erfahrung dient sie in den meisten Fällen nur dazu mangelnde Saugleistung zu kompensieren. Aussnahme mag bei Teppichböden sein, hierfür taugen vermutlich aber nur Saugroboter der obersten Preisklasse mit sehr starker Leistung - wenn überhaupt. Bei uns gibt es nur Holzlaminat und Fliessen.
So kann der Saugroboter tun, wofür er gemacht wurde. Staubsaugen. Und das kann er wirklich mit einer vom Hersteller angegebenen Leistung von 600Pa. Bei der Entleerung zeigt sich stets: Ein großer komprimierter Staubbatzen, der sich mühelos und ohne gigantische Staubwolke entsorgen lässt.
- sehr leise, wohl aufgrund der fehlenden Bürstenwalze
- extrem schickes Design, was natürlich Geschmackssache ist.
- Wischfunktion
Es ist möglich, ein feuchtes Microfasertuch hinten einzuspannen. Bei uns hat sich damit das Wischen auch erledigt - Saugen und Wischen in einem Durchgang.
- extrem niedrige Bauhöhe.
Beim Tisch haben wir die Erhöhung wieder abgeschraubt. Der Schrank bleibt leider "zersägt".
Die große Überraschung: der Saugroboter ist so flach, dass er auch unter eine kleine Minikommode kommt - und auch wieder heraus (nicht zu unterschätzen ;-). Sogar unter einen sehr flachen Beistelltisch kommt er. Sagenhaft. Einzig das Sofa ist der letzte Ort, der auch diesem Saugroboter zu niedrig ist.
- findet Ladestation bisher immer und sogar relativ schnell (bei unseren beiden Vorgängern war das eher Glückssache und oft genug mussten wir nachhelfen.)
FAZIT: Ein Saugroboter mit Wischfunktion, der erstmals bei uns hält, was er verspricht und sogar noch die Erwartungen übertroffen hat.
Negatives fällt uns nicht wirklich auf. Für Teppichböden ist er wohl nur bedingt geeignet.
Das "Ladeproblem" eines Vorredners hatten wir bisher nicht, verstehen jetzt aber, warum er manchmal erneut Anlauf nimmt, obwohl er bereits richtig in der Ladestation eingeparkt war - danke :-)
Es ist natürlich klar, dass bei dicken Fettflecken nur ein echter Wischmop hilft und man vor dem ersten Einsatz vieleicht erst einmal den Boden aufräumen und vieleicht den gröbsten Schmutz erst einmal traditionell saugen sollte. Herumliegende Kabel haben wir an den Wänden festgemacht.
Ab dann erledigt Robi - bei uns einmal wöchentlich - den kompletten Rundumservice ohne Beanstandung und zur angenehmsten Sauberkeit.
Insider-Tipp:
Die beide Aussenbürsten scheinen nach unbestimmter Zeit eine spiralförmige Form einzunehmen - wie auf Bildern von gebrauchten Geräten zu sehen.
Theoretisch müsste man die beiden Bürsten dann einfach nur seitenverkehrt montieren. Da sie sich nun in die entgegengesetzte Richtung drehen, müssten sie sich nun auch wieder "entfalten" mit der Zeit. Dies werden wir testen, wenn es soweit ist. Im Moment ist er erst drei Monate alt und noch nichts von "Altersschwäche" zu sehen.
Viel Spass mit dem Philips SmartPro Easy - für uns eine absolute Kauf- und Wiederkaufemfehlung!